So beugen Sie Alzheimer vor!

So beugen Sie Alzheimer vor!

Wer die richtigen Maßnahmen trifft und eine gesunde Lebensweise wählt, kann das Risiko dieser Demenzerkrankung verringern!

Es war im Jahre 1901, als der deutsche Neurologe und Psychiater Alois Alzheimer (1864-1915) erstmals eine Krankheit beschrieb, die fortan seinen Namen tragen sollte. Heute weiß man, dass „Morbus Alzheimer“ für mehr als die Hälfte aller Demenzerkrankungen verantwortlich ist: Das sind derzeit allein in Deutschland fast 700.000 Personen und weltweit mehr als 30 Millionen Menschen!

Auffällig ist, dass die Alzheimer-Krankheit vor allem ältere Menschen heimsucht: Während in Deutschland bei den 65-Jährigen etwa zwei Prozent unter Alzheimer leiden, sind es bei den 75-Jährigen rund sechs Prozent und bei den 85-Jährigen nicht weniger als zwanzig Prozent! Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Tendenz steigend ist: Schätzungen zufolge soll sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 in Deutschland nahezu verdoppeln und weltweit sogar mehr als verdreifachen!

Doch was versteht man eigentlich unter Morbus Alzheimer? Noch, bevor erste Symptome auftreten, bilden sich im Gehirn der Betroffenen als „Plaques“ bezeichnete Ablagerungen, welche die Funktionsfähigkeit der Nervenzellen immer mehr beeinträchtigen. Im Laufe der Zeit sorgt dieser degenerative Prozess dafür, dass die Wahrnehmung, die Lernfähigkeit, das Gedächtnis, die Orientierung und das logische Denken der Patienten immer mehr eingeschränkt werden.

Ein schleichender Prozess

Nach und nach verlieren die Betroffenen ihr Sprachvermögen, ihre Feinmotorik und schließlich ihre Persönlichkeit, bis sie nicht mehr in der Lage sind, ihren Lebensalltag ohne fremde Hilfe zu bewältigen. Im fortgeschrittenen Stadium kann das Leiden sogar dazu führen, dass die Patienten ihre Partner oder Partnerinnen und ihre Angehörigen nicht mehr erkennen. Nicht selten kommt es auch zu Stimmungsschwankungen sowie zu scheinbar grundlosen Wut- und Gewaltausbrüchen.

Während man über den Krankheitsverlauf sehr gut Bescheid weiß, ist die Ursache für die degenerativen Veränderungen des Gehirns bei Morbus Alzheimer bis heute nicht restlos geklärt. Einerseits wurde eine gewisse genetische Veranlagung nachgewiesen: So etwa gibt es bei fünf bis zehn Prozent der Patienten eine auffällige Häufung der Erkrankung in der Familie.

Andererseits deuten Forschungen darauf hin, dass Prionen, also Proteine, wie sie auch bei der Entstehung des Rinderwahns BSE beteiligt sind, eine auslösende Wirkung haben können. Einig ist man sich jedenfalls, dass neben dem natürlichen Alterungsprozess des Organismus vor allem Diabetes, Cholesterin, Bluthochdruck und nicht zuletzt Übergewicht die Entstehung von Alzheimer fördern können.

Rechtzeitige Gegenmaßnahmen

An dieser Stelle sei betont, dass nicht jede Form der Demenz mit Alzheimer gleichzusetzen ist. Die altersbedingte Vergesslichkeit betrifft fast ausschließlich das Gedächtnis, während andere Gehirnfunktionen und praktische Fähigkeiten weitgehend intakt bleiben. Das ist bei der Alzheimer-Krankheit leider nicht der Fall, die darüber hinaus weitaus schneller verläuft.

Einigkeit herrscht unter Medizinern weitgehend darüber, dass Alzheimer zwar nicht heilbar ist, aber die Gefahr einer Erkrankung verringert oder zumindest hinausgezögert werden kann, wenn die maßgeblichen Risikofaktoren vermieden oder wenigstens reduziert werden.

Es gibt aber auch Ärzte, die der Überzeugung sind, Alzheimer könne vermieden – ja im Frühstadium sogar geheilt werden! Der Mediziner, Molekulargenetiker und Extremsportler Dr. Michael Nehls etwa wirkte an den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Frankfurt, Hannover und San Diego maßgeblich an der Erforschung von Erbkrankheiten mit und beschreibt in seinen Büchern „Die Alzheimer-Lüge“ und „Alzheimer ist heilbar“ das Leiden als eine verhaltensbedingte Mangelerkrankung, die mit der richtigen Lebensweise sehr wohl in den Griff zu bekommen ist.

Richtige Ernährung

US-Forscher entdeckten jedenfalls, dass eine Kombination aus Cholin, Omega-3-Fettsäuren, den Vitaminen B und E sowie Antioxidantien, wie sie in der mediterranen Küche verbreitet ist, der Entstehung von Alzheimer entgegenwirkt. Die vitaminähnliche Substanz Cholin ist ein wichtiger Baustein des Neurotransmitters Acetylcholin und vor allem in Leber, aber auch in Weizenkeimen, Sojabohnen und nicht zuletzt in fetten Nüssen reichlich vorhanden.

Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren finden sich in fetten Meeresfischen wie Lachs, Makrele, Hering, Sardine oder Thunfisch, aber auch in Chia-, Lein- und Rapsöl und beugen nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sondern auch der Entstehung von Alzheimer. Vitamin B findet sich in Leber und Fisch, aber auch in Milchprodukten, Spinat, Grünkohl, Zucchini und Avocados. Vitamin E ist hingegen eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die vor allem in Oliven-, Sonnenblumen- und Weizenkeimöl, aber auch in Nüssen und Aprikosen vorkommt.

Antioxidantien wie sie etwa als EGCG im Grünen Tee enthalten sind, können aktuellen Studien zufolge die Bildung der schädlichen Plaques im Gehirn verhindern – und anscheinend sogar bestehende Plaques wieder auflösen! Besonders viele Antioxidantien finden sich auch in Beeren sowie in Kurkuma, dessen Wirkstoff Kurkumin stark entzündungshemmend wirkt und eine verlangsamende Wirkung auf die Entstehung von Alzheimer hat.

Geistiges und körperliches Training

Besonders wichtig ist es aber auch, dafür zu sorgen, dass das Gehirn fit bleibt! Vor allem im Rentenalter sind die grauen Zellen oft nicht mehr so gefordert wie im Berufsalltag – und verkümmern ähnlich wie Muskelzellen, die nicht beansprucht werden. Umso wichtiger ist es, das Gehirn immer wieder mit neuen Aufgaben zu versorgen: Versuchen Sie, sich Ihre Besorgungen zu merken, indem Sie auf einen Einkaufszettel verzichten! Lösen Sie Kreuzworträtsel und andere Denkspiele, statt den ganzen Tag in die Flimmerkiste zu starren! Und lesen Sie ein gutes Buch, statt nur zu faulenzen!

Doch nicht nur das Gehirn selbst will fit gehalten werden: Es gibt tatsächlich auch einen Zusammenhang zwischen Muskeln und Gehirn! Laut „Journal of the American Medical Association“ zeigt eine Untersuchung der Universität Kopenhagen, dass unsere Muskeln nicht nur die Bewegung steuern, sondern auch das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers sind: Wer seine Muskeln regelmäßig beansprucht, beugt nicht nur Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sondern aktiviert auch die Durchblutung des Gehirns, was die Entstehung von Alzheimer hemmt!

Gleichwohl sollten Sie auch darauf achten, dass Sie genügend Schlaf bekommen: Da im Schlaf Informationen vom Hippocampus in den Neocortex übertragen werden, kann Schlafmangel nicht nur zu Konzentrationsstörungen führen, sondern auch die Entstehung von Alzheimer fördern!

Achtung: Bitte betrachten Sie unsere Gesundheitstipps als unterstützende Maßnahmen und konsultieren Sie bei Beschwerden immer einen Arzt oder Apotheker!

So werden Träume wahr …

So werden Träume wahr …

Wer möchte, dass sich sein Leben zum Besseren wendet, muss sich früher oder später der Realität stellen: Nur, wer bereit ist, die richtigen Strategien zu entwickeln und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, kann seine Ziele erreichen!

Träume sind schon etwas Wunderbares: Sie gestatten es uns, in eine bessere Welt einzutauchen, in der es keine Verpflichtungen und keine Unannehmlichkeiten, keine Probleme und keine Schwierigkeiten, keine Streitigkeiten und keine Feindseligkeiten gibt. So sorgen Träume für eine harmonische Stimmung und bereiten uns ein wohliges Gefühl der Behaglichkeit.
So schön es auch sein mag, in den Tag hineinzuträumen, so sehr muss allerdings auch eines klar sein: Träume sind Schäume und können niemals die Wirklichkeit ersetzen! Wer die Weichen für eine glücklichere Zukunft stellen will, darf sich daher nicht in eine Fantasiewelt flüchten, sondern muss sich den Widrigkeiten der Realität stellen und im Hier und Jetzt dafür sorgen, dass sich etwas ändert! Nur, wer seine Träume zu Zielen werden lässt und sich bemüht, diese Ziele auch früher oder später zu erreichen, wird ein glücklicher Mensch werden!

Es ist kein Zufall, dass erfolgreiche Menschen so beliebt sind: Angesichts dessen, was sie erreicht haben, gehen sie optimistisch durchs Leben und verfügen über ausreichend Selbstbewusstsein. Im Gegensatz dazu irren Träumer zumeist hilflos durch ihr Dasein und haben einfach zu wenig Selbstvertrauen, um sich den mannigfaltigen Herausforderungen des Alltags zu stellen.

Wo stehen Sie?

Es ist keineswegs nur das Streben nach Geld und Wohlstand oder Macht und Einfluss, das die Menschen bewegt, sich Ziele zu setzen und zu verfolgen: Leute, die keine ehrgeizigen Pläne verfolgen, brauchen meist ebenfalls keine ernsthaften Existenzängste zu haben! Vielmehr droht ohne eine solche Perspektive eine menschliche Verarmung, denn das Gefühl, etwas geleistet zu haben, eine Situation aus eigener Kraft bewältigt zu haben, bedeutet einen fast unverzichtbaren Schub für die Persönlichkeit: Nicht nur andere Menschen haben dann mehr Achtung von einem – auch man selbst respektiert sich mehr!

Stellen Sie sich also zuerst diese Frage, was Sie eigentlich an Ihrer derzeitigen Situation stört und was Sie als unbefriedigend empfinden! Allein mit dieser Fragestellung setzen Sie bereits einen Prozess in Gang, im Zuge dessen Sie sich und Ihre Lebensumstände analysieren, hinterfragen und damit auch besser kennenlernen. Und nur auf diese Weise wird Ihnen klar, was genau an Ihrer gegenwärtigen Lage verbessert werden muss!

Den meisten Menschen werden bei dieser Gelegenheit ziemlich ähnliche Punkte einfallen: Sie sind übergewichtig, sie rauchen oder trinken zu viel, sie haben zu wenig Geld, sie haben einen unangenehmen Job, Sie haben eine unbefriedigende Wohnsituation, Sie sind unzufrieden mit der Partnerschaft. Möglicherweise kommt noch der eine oder andere Stein des Anstoßes dazu, denn die Umstände, welche als störend empfunden werden, sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst!

Wo wollen Sie hin?

Haben Sie erst einmal erkannt, welche Faktoren einen Schatten auf Ihr Leben werfen, dann haben Sie die erste Hürde schon genommen und können sich langsam daran machen, nach einer Lösung für Ihr Problem zu suchen. Stellen Sie sich also als Nächstes die Frage, in welche Richtung sich Ihr Dasein entwickeln soll, damit Sie sich in Zukunft besser fühlen und glücklicher sind! Wenn Sie für sich klären, wo Sie sich in Zukunft sehen, dann erkennen Sie auch, in welche Richtung Sie die Weichen zu stellen haben!

Die meisten Ziele sind eigentlich relativ einfach zu definieren: Die Betroffenen wollen abnehmen, weniger rauchen oder trinken, sparsamer leben, einen neuen Job suchen, eine andere Wohnung finden, die Beziehung retten oder eine neue Partnerschaft eingehen. So einfach diese Wünsche zu äußern sind, so sehr verlangt ihre Erfüllung allerdings Größe und Charakterstärke.

Wenn Ihr Vorhaben nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sein soll, müssen Sie sich bei dieser Gelegenheit auch gleich die Frage stellen, was machbar ist und was nicht! Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Ihre Ziele ehrgeizig sind, aber sie müssen schon realistisch sein! Wer meint, in einer Woche zehn Kilogramm abnehmen zu können, wird enttäuscht werden: Verlangen Sie also nicht zu viel von sich und setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck – mit einem gesunden Mix aus Ambition und Realismus kommen Sie am weitesten!

Wie kommen Sie dorthin?

Verschaffen Sie sich als Nächstes einen Überblick, wie Sie die von Ihnen definierten Ziele am besten erreichen, denn für fast alle Vorhaben gilt, dass es einfachere und schwierigere Wege gibt. Wenn Sie eine Vorstellung von Ihrer Vorgangsweise bekommen haben, dann ist es an der Zeit, einen Plan zu schmieden, in dem Sie festlegen, was in welchem Zeitraum zu tun ist!

Beachten Sie allerdings auch dabei, dass Sie vernünftig bleiben sollten und nicht gleich die Welt aus den Angeln heben können! Wenn Sie abnehmen wollen, dann hat es keinen Sinn, gar nichts mehr zu essen, da Sie das nicht durchhalten. Es wird aber auch wenig bringen, wenn Sie Ihre tägliche Kalorienzahl gerade einmal um fünf Prozent reduzieren: Wie so oft ist auch hier der Mittelweg zumeist der beste …

Unverzichtbar für das Gelingen Ihrer Vorhaben ist allerdings die entsprechende Motivation und Willensstärke. Und diese werden Sie nur aufbringen, wenn Sie sich selbst so viel wert sind und Ihr Leben Ihnen so viel bedeutet, dass Sie auch alle notwendigen Mühen und Anstrengungen auf sich nehmen, um eine Verbesserung Ihrer Situation tatsächlich herbeizuführen! Sehr gut bewährt sich in diesem Zusammenhang immer wieder der Trick, dass man sich seine Zukunftsvision vor allem in schwachen Augenblicken immer wieder vor Augen führt. Das verleiht die nötige Kraft, um sogar einen langen und beschwerlichen Weg zu gehen!

Worauf müssen Sie achten?

Sehr wichtig für das Gelingen Ihrer Vorhaben ist die Konzentration auf das Wesentliche! Lassen Sie sich weder durch widrige Umstände noch durch Besserwisser in Ihrem Umfeld von Ihren Zielen abbringen, sondern gehen Sie mutig und konsequent Ihren Weg! Lassen Sie sich auch nicht von kleinen Fehlschlägen entmutigen: Wenn Sie während einer Diät einmal sündigen sollten, weil Sie der Versuchung nicht widerstehen konnten, dann haken Sie den kleinen Verstoß ab und schlagen Sie wieder den ursprünglichen Kurs ein! Es besteht kein Grund, deshalb das ganz Projekt abzubrechen …

Überlegen Sie zu guter Letzt auch noch, wer Ihnen bei Ihren Ambitionen zur Seite stehen könnte: Es ist überhaupt nichts dabei, wenn Sie die Hilfe des Partners oder der Partnerin und von Freunden oder Freundinnen annehmen! Ein Beispiel: Wenn Sie abnehmen wollen, könnten Sie mit Ihrem Liebling einen Ernährungsplan mit Gerichten erarbeiten, die kalorienarm sind und dennoch beiden schmecken. Vielleicht bringen Sie sogar Ihren Schatz oder einen Freund dazu, gemeinsam mit Ihnen etwas Sport zu betreiben, um Ihre Motivation zu steigern!

Der Weg, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben, kann durchaus beschwerlich sein, aber die Entbehrungen werden im Laufe der Zeit erträglicher und die Versagensängste geringer – und irgendwann erkennen Sie: Sich Ziele zu setzen, heißt auch, sich selbst zu stärken! Und haben Sie Ihr Ziel erst einmal erreicht, dann werden Sie sehen, dass die Realität schöner sein kann, als Sie es sich in Ihren Träumen ausgemalt haben! Wie heißt es doch in der Rocky Horror Picture Show: Don’t dream it, be it – träum nicht davon, sei es!

Gute Fette helfen beim Abnehmen!

Gute Fette helfen beim Abnehmen!

Fett ist nicht gleich Fett: Wer ungesättigte Fettsäuren bewusst einsetzt, kann damit so manche Diät unterstützen und dafür sorgen, dass die Kilos nur so purzeln!

Lange Zeit galt Fett als absolut verpönt, wenn es ums Abnehmen ging. Es hieß, Fett auf dem Teller würde direkt zu Fett auf den Hüften und nur eine fettarme Kost könnte zu einer nennenswerten Gewichtsreduktion führen. Auch, wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält und viele Menschen Fette bis heute für unvereinbar mit einer sinnvollen Diät halten, weiß es die Ernährungswissenschaft inzwischen besser und behauptet sogar, dass das Gegenteil der Fall ist!

Man weiß mittlerweile, dass der Körper Fette unbedingt braucht, um gesund zu bleiben, da sie wichtig für den Stoffwechsel sind und zahlreiche lebensnotwendige Funktionen im Organismus erfüllen. Unter anderem sind sie für die Absorption der Vitamine A, D, E und K unverzichtbar, sodass eine massive Reduktion oder gar ein völliger Verzicht über einen längeren Zeitraum hinweg eindeutig schädlich ist!

Die Arten von Fetten

Im Grunde genommen kommt es weniger darauf an, wie viel Fett man isst, sondern welche Art von Fett! Hierzu muss man wissen, dass zwischen „schlechten“ und „guten“ Fetten unterschieden wird: Als schlecht gelten gesättigte Fettsäuren, als gut einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Eigentlich enthalten alle fetten Lebensmittel sowohl gesättigte als auch ungesättigte Fettsäuren und es unterscheidet sich nur die mengenmäßige Verteilung: Während tierische Produkte in der Regel vorwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten, überwiegen bei den pflanzlichen Nahrungsmitteln zumeist die ungesättigten Fettsäuren. Ausnahmen bilden Fisch und Huhn, die zwar tierische Produkte sind, aber dennoch reich an einfach ungesättigten Fettsäuren.

Die schlechten Fette

Die „schlechten“ gesättigten Fettsäuren verdanken ihren zweifelhaften Ruf vor allem der Tatsache, dass sie zu einem Anstieg des gefährdenden LDL-Cholesterins führen und damit das Risiko einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und in weiterer Folge eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles erhöhen.

Zu erwähnen wären an dieser Stelle auch die sogenannten Transfettsäuren, die als Nebenprodukte bei der industriellen Fetthärtung entstehen und gesundheitlich besonders ungünstige Auswirkungen auf den Organismus haben. Sie verstecken sich in Fast Food sowie in vielen industriell gefertigten Snacks, Backwaren und Fertigprodukten – und sollten so weit wie möglich vermieden werden.

Die guten Fette

Im Gegensatz dazu unterstützen einfach ungesättigte Fettsäuren, die etwa in Olivenöl, Maiskeimöl, Kürbiskernöl sowie in Avocados und Nüssen vorkommen, aber auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Rapsöl, Leinöl und Fischöl zu finden sind, den Aufbau der Zelle und die Produktion körpereigener Botenstoffe. Sie machen aber auch das Blut dünnflüssiger, senken den gefährlichen LDL-Cholesterin-Wert, beugen damit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor – und erhöhen nicht zuletzt den Energieverbrauch!

Zu den mehrfach ungesättigten Fetten, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die daher über die Nahrung zugeführt werden müssen, gehören auch die besonders wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die als wahre Wunderwaffe gegen Herzinfarkt und Schlaganfall gehandelt werden, aber auch die nicht ganz so positiv wirkenden Omega-6-Fettsäuren und Omega-9-Fettsäuren.

Die ideale Auswahl

Um den natürlichen Fettbedarf des Körpers zu decken, gilt für eine normale Ernährung folgende Faustregel: 50 Prozent der aufgenommenen Fette sollten aus ungesättigten Fettsäuren bestehen, 25 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und die restlichen 25 Prozent dürfen gesättigte Fettsäuren ausmachen.

Im Falle einer Diät ist es hingegen sinnvoll, den Verzehr von gesättigten Fettsäuren weiter zu reduzieren und stattdessen verstärkt zu Fetten zu greifen, die vor allem ungesättigte Fettsäuren enthalten, denn diese guten Fette behindern das Abnehmen nicht, sondern helfen sogar dabei! Besonders empfehlenswert sind die folgenden zehn Lebensmittel.

Avocado

Die Avocado gilt als eine der gesündesten Früchte und findet eine große Bandbreite von Einsatzmöglichkeiten in der Küche. Ihr hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren sorgt dafür, dass man trotz des hohen Fettgehalts nicht zunimmt. Außerdem stärkt die grüne Frucht das Immunsystem, verlangsamt den Alterungsprozess und verringert sogar das Risiko von Geburtsfehlern!

Chiasamen

Trotz ihres hohen Kaloriengehalts legen diese Samen nicht zu und sind obendrein ausgesprochen gesund, da sie die Verdauung fördern und schädliche Giftstoffe binden können. Neben einem besonders hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren enthalten sie auch zahlreiche lebenswichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium, diverse Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

Eier

Lange Zeit als Cholesterinbomben verschrien, sind Eier tatsächlich eine hervorragende Quelle für Eiweiß, gute und gesunde Fette sowie zahlreiche weitere wichtige Nährstoffe. Wenn man bedenkt, dass ein Ei ganz schön sättigen kann, obwohl es nicht einmal 80 Kalorien hat, dann ist es ein ideales Mittel zur Vorbeugung gegen Heißhungerattacken. Das macht Eier auch zu einem der wertvollsten und effektivsten Lebensmittel, wenn es ums Abnehmen geht!

Kokosöl

Kokosöl stellt einen Grenzfall dar, da es zwar einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren hat, die aber besonders hitzestabil sind, daher nicht so rasch zu Transfetten oxidieren und somit zum Braten ideal sind. Das Öl gilt als wahre Superfood, weil es ein ausgezeichnetes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren hat, leicht verdaulich ist, den Blutfettspiegel reguliert und das Risiko von Übergewicht reduziert.

Seine mittelkettigen Fette (MTCs) legen außerdem nicht zu.

Lachs

Dank seines enorm hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren gilt der Lachs als eine der besten Quellen für gutes Fett. Darüber hinaus enthält der Lachs eine große Menge an hochwertigem Eiweiß, das sehr nützlich beim Abnehmen ist und diesem Fisch den Ruf eines echten Fettkillers eingetragen hat. Und damit nicht genug: Dieses Kraftpaket sorgt auch noch für ein gesundes Herz und eine tadellos funktionierende Schilddrüse!

Leinsamen

Diese eher unscheinbaren Samen gelten als echte Wunderwaffen im Kampf gegen die Pfunde, enthalten sie doch eine Vielzahl von gesunden Schlankmachern, allen voran die wichtigen Omega-3-Fettsäuren und weitere ungesättigte Fettsäuren, aber auch Ballaststoffe, den Pflanzenstoff Lignane, der als Antioxidans wirkt, sowie weitere Antioxidantien. Außerdem kann Leinsamen in der Küche vielfältig eingesetzt werden!

Olivenöl

Der Klassiker aus der mediterranen Küche ist nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, sondern kann auch beim Abnehmen sehr nützlich sein. Olivenöl weist einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auf, enthält aber auch das wertvolle Vitamin A. Wenn Sie mit Olivenöl statt mit Butter kochen, können Sie nicht nur schmackhafte Gerichte kreieren, sondern auch noch den Heißhunger bekämpfen!

Schokolade

Während Milchschokolade zum Abnehmen nicht ideal ist, gilt dunkle Schokolade als durchaus empfehlenswert: Auch, wenn sie vielleicht nicht jedermanns Sache ist, so stillt sie doch wunderbar den Heißhunger auf Süßes, ohne gleich den Erfolg einer Diät zu gefährden! Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass sie viele ungesättigte Fettsäuren enthält, aber auch die Vitamine A, B und E sowie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium.

Sojaöl

Das aus der Sojabohne gewonnene Öl kann ebenfalls bedenkenlos bei einer Diät zur Anwendung kommen. Das vor allem als Salatöl, aber auch zum Braten und Backen einsetzbare Öl weist einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auf, darunter vor allem Omega-3-Fettsäuren. Daher wird ihm auch eine positive Wirkung gegen Arterienverkalkung und in weiterer Folge gegen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben.

Walnüsse

Die Walnuss gilt als wahres Wundermittel beim Abnehmen, da sie ein wunderbarer Snack zwischendurch ist, der Hunger und Heißhunger vertreibt und dennoch nicht dick macht! Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die zudem Herzerkrankungen vorbeugen. Daneben enthalten Walnüsse Magnesium und Zink sowie die Vitamine B und E, die Psyche und Immunsystem stärken. Bis zu einem gewissen Grad gelten die positiven Eigenschaften auch für alle anderen Nüsse!