Wahrsagemethoden für die Lebensberatung

Sei es die Astrologie, die Numerologie oder das Kartenlegen: Hier erfahren Sie, welche Divinationstechnik für Ratsuchende am besten geeignet ist!

Unter Mantik, Divination oder einfach nur Wahrsagen versteht man das Erkennen von Gegebenheiten über örtliche und zeitliche Grenzen hinweg. Mittels bestimmter Techniken erteilen einschlägige Experten Auskünfte über Ereignisse, die an fernen Orten oder in der Zukunft stattfinden. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, das die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann zieht. Und es ist wenig erstaunlich, dass es bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat.

Man darf nur sein Herz nicht vor uralten Lehren verschließen, die auch in unserer modernen Welt durchaus ihre Daseinsberechtigung haben! Wer sich näher mit der Esoterik und ihren unterschiedlichen Disziplinen beschäftigt, weiß, dass es zahlreiche verschiedene Wahrsagetechniken gibt. Diese unterscheiden sich nicht nur in ihren Ursprüngen und ihrer Tradition. Sie weichen auch in ihrer Methodik mehr oder weniger deutlich voneinander ab.

So verschieden diese Techniken sein mögen, so sehr unterscheiden sich auch ihre Einsatzbereiche und Anwendungsgebiete. Daher wäre es einmal an der Zeit, die bekanntesten Divinationsmethoden unter die Lupe zu nehmen und ihre Vorzüge herauszuarbeiten. Das erleichtert all jenen die Wahl, die schon immer einmal eine esoterische Lebensberatung in Anspruch nehmen wollten!

Die Astrologie

Hierbei handelt es sich um eine der bedeutendsten und traditionsreichsten Techniken. Ihr Ziel ist es, mehr über eine Person, über deren Umgebung und über deren Schicksal zu erfahren. Ihren Ursprung hat die Lehre im Streben der Menschen, durch Himmelsbeobachtung mehr über das Wetter und das Klima zu herauszufinden.

In Mesopotamien entwickelten Priester dann aber die Theorie, die Position gewisser Himmelskörper würde mehr beeinflussen als nur Wetter und Klima. Sie gelangten zur Überzeugung, diese Konstellationen hätten einen umfangreichen Einfluss auf das Geschehen auf Erden. So sollten sie auch das Wesen und das Schicksal der Menschen, ja ganzer Völkerschaften beeinflussen!

Das so gesammelte Wissen gelangte vom Vorderen Orient ins antike Griechenland. Dort gab man ihm den Namen „Astrologie“, was nichts anderes heißt als „Sterndeutung“. Von den Griechen übernahmen die Römer diese Weisheiten und so gelangten sie nach Mitteleuropa. Hier vollendeten die Gelehrten des Mittelalters diese Lehre und gaben ihr ihre heutige Form.

Die Astrologie geht davon aus, dass alle Menschen bei ihrer Geburt in eine Interaktion mit dem Universum treten. Diese bleibt ihnen ihr Leben lang erhalten. Die Position gewisser Himmelskörper hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Wesenszüge und das Schicksal einer Person. Das wichtigste Kriterium hierfür ist die Frage, wo sich Sonne, Mond und Planeten zur Geburtszeit vom Geburtsort aus betrachtet befinden. Diese Positionen werden in einem Horoskop skizziert.

Übersetzt heißt „Horoskop“ nichts anderes als „Stundenschau“. Horoskope sind in Zeitschriften ebenso zu finden wie auf Internetportalen – etwa ein Horoskop auf GoAstro. Zunächst einmal lässt sich aus einem Horoskop ablesen, in welchem von zwölf Sternbildern die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt steht. Daraus leiten sich die Tierkreiszeichen Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fisch ab.

Daneben gibt es aber auch noch andere Kriterien wie etwa den Aszendenten: Das ist jenes Sternzeichen, das zum Geburtszeitpunkt am Osthorizont aufgeht. Um ein Horoskop für eine bestimmte Person zu erstellen, benötigt man demnach nicht nur ihr Geburtsdatum. Der Astrologe muss zusätzlich die exakte Geburtszeit und die Koordinaten des Geburtsortes kennen, um ein aussagekräftiges Horoskop erstellen zu können!

Die Numerologie

Die „Zahlenmystik“, wie diese Lehre auch genannt wird, hat ebenfalls eine uralte Geschichte. So gilt die Numerologie neben der Astrologie als eine der ältesten und wichtigsten esoterischen Disziplinen. Nicht nur in Mesopotamien – auch in Ägypten, in Palästina und im antiken Griechenland befragten Priester vor bedeutenden Entscheidungen die Zahlen.

So brachten gleich zwei Kulturen unabhängig voneinander die Numerologie zu einer Hochblüte. Den einen Höhepunkt erreichte die Lehre rund 600 v. Chr. unter dem griechischen Mathematiker und Philosophen Pythagoras von Samos. Den anderen Höhepunkt erreichte die Numerologie in der jüdischen Geheimlehre der Kabbala, die bis heute großen Anklang findet.

Wie die Astrologie gehen auch die diversen Formen der Numerologie davon aus, dass unsere Existenz kein Zufall ist. Jene Bedeutung, welche die Astrologie dem Geburtsort und der Geburtszeit beimessen, schreibt die Numerologie dem Namen und dem Geburtsdatum zu. Sie sieht darin einen Code, der Einfluss auf unser Leben hat und Hinweise auf unser Schicksal gibt!

Das Alphabet der Kabbala ordnet die Eins den Buchstaben A, I, J, Q und Y zu. Die Zwei entspricht den Buchstaben B, K und R. Die Drei ordnet man den Buchstaben C, G, L und S zu. Die Vier entspricht den Buchstaben D, M und T. Die Fünf wird den Buchstaben E, H, N und X zugeordnet. Die Sechs entspricht den Buchstaben U, V und W. Zu guter Letzt wird die Sieben dem O und dem Z und die Acht dem F und dem P zugeordnet. Die 9 hat keine Entsprechung.

Nun lehrt die Numerologie, dass sich die Eigenschaften einer Person aus dieser „Namenszahl“ ableiten lassen. Diese entspricht der Quersumme jener Ziffern, die sich wie eben beschrieben aus den Buchstaben des Namens ergeben. Das Schicksal eines Menschen lässt sich dagegen von der „Schicksalszahl“ ableiten. Diese ist simpler zu berechnen, ergibt sie sich doch einfach aus der Quersumme der Ziffern des Geburtsdatums.

Wie man sieht, benötigt man für ein Numeroskop weder den Geburtsort noch die exakte Geburtszeit einer Person. Alles, was der Numerologe braucht, sind der Name des betreffenden Menschen für die Namenszahl und sein Geburtsdatum für die Schicksalszahl.

Das Kartenlegen

Die Kartomantie ist ebenfalls eine beliebte Möglichkeit, um eine Situation zu ergründen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Hierfür verwendet man sogenannte Divinations- oder Aufschlagkarten, die nach vorgegebenen Mustern aufgelegt werden. Aus der Grundbedeutung einzelner Karten und ihrer Position zu den Nachbarkarten können Kartenleger die Situation eines Menschen erkennen.

Nachdem in China die Spielkarten erfunden wurden, kamen diese über die alten Handelswege nach Europa. Hier fand man rasch Gefallen an dem neuen Zeitvertreib. So eroberten die Karten ab dem 14. Jahrhundert von Florenz aus die Städte auf dem ganzen Kontinent. Erst nach und nach entdeckten findige Geister, dass man mit den Karten nicht nur spielen konnte! Die Kartomantie, wie das Kartenlegen auch heißt, war geboren!

Der Kirche waren diese magisch anmutenden Rituale natürlich ein Dorn im Auge. Diese Ächtung führte dazu, dass das Kartenlegen zunächst lange Zeit nur im Untergrund praktiziert wurde – vorwiegend vom fahrenden Volk. Das sollte sich erst in den Pariser Salons des 18. Jahrhunderts ändern. Dort wurde das Kartenlegen auch in der Aristokratie immer beliebter – und damit auch nach und nach gesellschaftsfähig.

Nicht ganz unbeteiligt an dieser Entwicklung waren namhafte Wahrsagerinnen und Wahrsager dieser Zeit. Kartenlegerinnen wie Marie-Anne Lenormand und Kartenleger wie Antoine Court waren fast schon Superstars ihrer Zeit. Sie waren so populär, dass sie zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten zu ihren Kunden zählten, darunter sogar gekrönte Häupter!

Bis heute gelten Tarotkarten als die bekanntesten Divinationsdecks. Und tatsächlich haben diese Karten auch die älteste Tradition, die bis in die Renaissance zurückreicht. Im Laufe der Jahrhunderte kamen allerdings auch andere Aufschlagkarten dazu. Nicht nur unter Kartenlegern sind die von Marie-Anne Lenormand entwickelten Lenormandkarten besonders populär. Zu großer Beliebtheit haben es allerdings auch die Kipper-, Zigeuner- und Leidingkarten gebracht. Und gar nicht so wenige Experten schwören auf die eigentlich zum Spielen gedachten Skatkarten …

Für eine umfangreiche Lebensberatung benötigt ein Kartenleger oder eine Kartenlegerin nur ein entsprechendes Kartendeck sowie genügend Talent und entsprechende Übung. Im Gegensatz zur Astrologie oder zur Numerologie benötigt er keine persönlichen Daten.

Die Seriosität

Eines haben sämtliche Wahrsagetechniken gemeinsam! Einen entscheidenden Beitrag für ein zufriedenstellendes Ergebnis leisten die Fähigkeiten des jeweiligen Experten. Er hat die Aufgabe, Skizzen, Zahlen und Positionen so zu deuten, dass sie ein schlüssiges Bild ergeben. Und ihm obliegt es, die richtigen Ratschläge für die Betroffenen abzuleiten. Daher ist für die Tätigkeit als Lebensberater oder -beraterin nicht nur Begabung notwendig, sondern auch Übung, Erfahrung und nicht zuletzt Sensibilität!

Was Astrologen, Numerologen und Kartenleger ebenfalls miteinander verbindet, ist ihre Verantwortung den Hilfesuchenden gegenüber. Wer über die nötigen Fähigkeiten verfügt und die entsprechenden Techniken beherrscht, sollte diese immer zum Wohle anderer einsetzen! Leider trifft dies in unserer materialistischen Welt nicht auf alle Vertreter ihrer Zunft zu! Und unglücklicherweise wird gerade in dieser Branche viel Schindluder getrieben!

Umso wichtiger ist es, sich als Ratsuchender zu überlegen, an wen man sich wendet! Es muss sich dabei um einen seriösen Menschen handeln, der nicht nur über eine außergewöhnliche Gabe verfügt und spezielle Techniken trainiert hat. Es muss auch eine Person sein, die das nötige Feingefühl hat. Und es muss jemand sein, dem es ein Anliegen ist, seine Fähigkeiten in den Dienst seiner Mitmenschen zu stellen!

Christian

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