Warum Männer das Interesse verlieren …

Weshalb erlischt das Feuer der Leidenschaft bei den Herren der Schöpfung so schnell? Lesen Sie hier, woran das liegt!

Der Beginn einer Partnerschaft ist immer schön! Am Beziehungshorizont ist kein einziges Gewitterwölkchen zu sehen und stattdessen hängt der Himmel voller Geigen. Dieser emotionale Ausnahmezustand dauert durchaus ein paar Wochen oder Monate an. Irgendwann ist es allerdings so weit, dass der graue Alltag seinen Mantel über die Partnerschaft breitet und Tribut fordert!

Ein paar Jahre später kommen die Liebenden nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause. Eigentlich sollten sie einander viel zu erzählen haben. Stattdessen tauscht man notdürftig ein paar Worte aus. Und der Ausdruck „Konversation“ ist hierfür sicherlich zu hoch gegriffen …

Während sie bisweilen noch genau berichtet, was ihr alles widerfahren ist, setzt er sich einem Zombie gleich an seinen Computer oder vor den Fernseher. Er gibt ein paar unverbindliche Kommentare von sich. Und man bemerkt: Eigentlich hält sich seine Lust, ihr zuzuhören, in Grenzen. Man könnte fast meinen, er habe gar kein Interesse mehr an ihr und ihrem Leben …

Und damit nicht genug: Die zunehmende Sprachlosigkeit wird für gewöhnlich von einer wachsenden körperlichen Entfernung begleitet. Er geht ihr immer öfter aus dem Weg. Und er hat keine rechte Lust mehr, sie zu berühren oder gar Sex mit ihr zu haben …

Es gibt Hoffnung!

Ist man in der Beziehung an diesem Punkt angekommen, dann sollte man Alarm schlagen! Der voranschreitende Mangel an psychischer und physischer Nähe ist ein klares Zeichen dafür, dass in der Partnerschaft etwas schiefläuft! Das bedeutet keineswegs, dass man sich gleich trennen muss! Das beschriebene Verhalten, das vor allem von Männern ausgeht, deutet keineswegs darauf hin, dass die Liebe erloschen ist!

Der wahre Grund liegt darin, dass jede Beziehung so etwas wie einen natürlichen Verlauf hat. Es gibt eine Dramaturgie mit mehreren Akten. Der erste Akt steht im Zeichen der Verliebtheit, in der ein Mann seine Angebetete erobern will. Dafür legt er sich ordentlich ins Zeug. Er findet alles an seinem Herzblatt spannend, ist begeistert von jeder Kleinigkeit und stellt seine eigenen Bedürfnisse bereitwillig zurück.

Der zweite Akt steht im Zeichen der Verhandlung. Der Mann hat sein Ziel erreicht und seine Mission erfüllt. Sein Auftrag ist erledigt, seine Pflicht erfüllt. Die Notwendigkeit, sich noch weiter um seine Holde zu bemühen, kann er nicht mehr erkennen.

In diesem zweiten Akt erkennen beide Partner, dass auch ihr Gegenüber nicht fehlerlos ist. Sie kritisieren nun die Schwächen des anderen und widmen sich gleichzeitig vermehrt ihren eigenen Interessen. Doch auch das bedeutet noch nicht, dass da keine Liebe mehr vorhanden wäre: Die Partnerschaft wird einfach anders gehandhabt!

Der dritte Akt steht im Zeichen des Stillstands. Normalerweise haben sich beide Partner miteinander und mit ihrer Form der Beziehung arrangiert. Sie sind Kompromisse eingegangen, haben sich aber auch nicht mehr viel zu sagen. Das ist die Phase, die zeitlich leider den größten Teil einer Partnerschaft einnimmt. Und kaum ein Paar kann dieser Entwicklung entkommen …

Aufgebrochen wird diese Dramaturgie nur, wenn Gefahr droht: Gefahr in Gestalt eines Nebenbuhlers! Dann werden die Uhren wieder zurückgedreht und wir befinden uns urplötzlich wieder im ersten Akt! Angesichts des Konkurrenten besteht für den Mann nun wieder die Notwendigkeit, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Schließlich will er sich ja gegen den anderen durchsetzen!

Selbstsicheres Auftreten

Wenn sich ein Mann in eine selbstbewusste Frau verliebt, dann tut er das, weil er genau diese Eigenschaft attraktiv findet! Kommt der Frau diese Besonderheit abhanden, indem sie ihre Position der Stärke einbüßt, dann verliert sie einen ihrer wichtigsten Trümpfe!

Meint sie vielleicht auch noch, sich die Liebe des Mannes eher sichern zu können, wenn sie sich unterordnet, dann ist das taktisch völlig falsch! Sie gibt nicht nur die Oberhand auf emotionaler Ebene auf. Sie hört auf, jene starke Frau zu sein, in die sich der Mann verliebt hat!

Viele Männer sehen sich als Eroberer. Je unabhängiger eine Frau ist, desto schwerer ist sie zu erobern. Und genau das weckt den Jagdtrieb im Manne. Und selbst, wenn die beiden längst ein Paar sind, braucht der Mann diese Herausforderung! Ein Mann darf sich einer Frau nie zu sicher sein. Er muss vielmehr immer das Gefühl haben, tagein, tagaus neu um sie kämpfen zu müssen!

So ist es wichtig, dass eine selbstbewusste Frau auch in der Partnerschaft selbstsicher bleibt. Sie sollte immer in der Lage sein, den Mann um den Finger zu wickeln. Verliert sie dieses Image, dann muss sie es so schnell wie möglich zurückgewinnen!

In diesem Sinn kann etwas Eifersucht nicht schaden. Selbstverständlich sollte es die Frau nicht übertreiben und ständig andere Männern treffen. Dieser Schuss kann nach hinten losgehen. Es kann zu Eifersuchtsszenen führen, die niemandem dienen. Oder es kann zu einer Trotzreaktion des Mannes führen, im Zuge derer er sich völlig abschottet …

Meistens reicht eine beiläufige Bemerkung, welch nettes Kompliment die Dame bekommen hat. Und wenn sie so nebenbei erwähnt, wer sie zum Essen einladen wollte, kann auch das wahre Wunder wirken. Im Handumdrehen wird der desinteressierte Partner zum Krieger und ist bereit, für seine Holde ins Feld zu ziehen …

Lob schweißt zusammen!

Es muss aber nicht immer an der Unterwürfigkeit der Frau liegen, wenn das Interesse des Mannes abnimmt. Manchmal ist es genau das Gegenteil! Wenn die Frau zu dominant ist und ihre Ansprüche zu hoch sind, kann das ebenfalls Gift für die Beziehung sein. Die Männer bekommen dann das Gefühl, den Anforderungen nicht gerecht zu werden. Bald fühlen sie sich unverstanden und ziehen sich frustriert zurück.

Es ist kein Geheimnis, dass viele Frauen vom Märchenprinzen träumen, der sie auf seinem Schimmel auf sein Schloss bringt. Dort erwartet sie dann ein Leben voller Luxus und Leidenschaft. Selbst, wenn es kaum eine Frau zugeben würde, wissen Männer das – oder glauben es wenigstens …

Gerade deshalb fühlen sich die Herren der Schöpfung dafür verantwortlich, dieser Erwartungshaltung möglichst nahezukommen. Und gerade deshalb brauchen sie das Lob der Frauen wie die Luft zum Atmen! Sie gieren nach Anerkennung, weil sie die Bestätigung haben wollen, einen wertvollen Beitrag zum Glück der holden Weiblichkeit zu leisten …

Schlaue Frauen wissen nur zu gut, dass Lob das einfachste Mittel ist, um die Gunst eines Mannes zu gewinnen. Solange sie einem Mann das Gefühl geben, ihn zu bewundern, können sie alles von ihm haben. Und sie können ihn eng an sich binden! Wir groß seine Leistung da wirklich ist oder wie wertvoll sein Beitrag tatsächlich ist, spielt keine Rolle …

Wichtig ist nur, dass der Mann den Eindruck hat, etwas Bedeutendes für seine Frau oder für seine Familie zu leisten. Das vermeintlich starke Geschlecht braucht das Gefühl, unentbehrlich zu sein! Daraus schließen Männer, dass sie ihren Partnerinnen etwas bedeuten!

Die Herren der Schöpfung müssen genau diese Bestätigung und möglicherweise sogar eine Belohnung regelmäßig bekommen. Wenn das gewährleistet ist, dann werden sie sich verstanden, akzeptiert und geliebt fühlen – und sich sicherlich nicht zurückziehen …

Christian

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