Wie man gute Vorsätze einhält …

Die ambitionierten Pläne der Silvesternacht sind bei den meisten Leuten bereits an den ersten Januartagen gescheitert. Wie es auch anders geht, verraten Ihnen die folgenden Zeilen!

Neigt sich ein Jahr seinem Ende zu und fängt ein neues Jahr an, so gibt das vielen Menschen zu denken. Sie lassen nicht nur die letzten zwölf Monate Revue passieren, sondern überlegen auch, was sie in Zukunft besser machen können.

Also gehen sie her und fassen ehrgeizige Beschlüsse. Schließlich möchten sie, dass ihr Dasein künftig besser verläuft – oder wenigstens angenehmer. In den meisten Fällen dreht es sich um schlechte Gewohnheiten, denen sie endlich abschwören möchten.

So wollen sich viele Leute das Rauchen abgewöhnen oder ihren Alkoholkonsum wenigsten ein wenig einschränken. Andere nehmen sich hingegen vor, auf eine gesündere Ernährung zu achten oder mehr Bewegung zu machen, um etwas abzuspecken …

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach …

Doch wie sagt man doch so schön: Der Teufel schläft nicht! Erst recht nicht bei den guten Vorsätzen! Und so haben sich die ehrgeizigen Vorhaben in den meisten Fällen schon nach ein paar Tagen in Luft aufgelöst. Und das ist gleich doppelt traurig …

Hat man sein Vorhaben lautstark im Freundes- und Bekanntenkreis angekündigt, dann sind hämische Kommentare vorprogrammiert. Und noch schlimmer: Irgendwie hat man das Gefühl, gescheitert zu sein und versagt zu haben. Und das kann ganz schön frustrierend sein!

Da hat es aber keinen Sinn, mit seinem Schicksal zu hadern! Vielmehr empfiehlt es sich, sich zu fragen, warum es so weit gekommen ist! Sind wir so erbärmlich, so verweichlicht, so willensschwach, dass wir ein solches Vorhaben nicht konsequent durchziehen können? Oder aber sind unser Scheitern und unser Versagen vorprogrammiert, weil wir falsch an die ganze Angelegenheit herangehen?

Tun Sie nichts aus einer momentanen Laune heraus!

Normalerweise läuft das Prozedere ja folgendermaßen ab. Man fasst kurz vor dem Jahreswechsel einen Vorsatz, der einem am Herzen liegt, und ist hochgradig motiviert. Die Begeisterung und der Optimismus werden durch die von Alkohol geschwängerte Atmosphäre einer Silvesterparty noch gesteigert. Und schließlich haben wir keinen Zweifel mehr, dass unser ambitioniertes Vorhaben auch tatsächlich gelingen wird.
Dann ist die Silvesternacht vorbei. Wir tapsen am Neujahrstag ein wenig müde und verkatert aus dem Bett. Und irgendwie ist der eherne Vorsatz des letzten Abends zu einer unverbindlichen Empfehlung geworden. Bei manchen Menschen ist es sogar noch schlimmer: Ihr Vorsatz ist zu einer schwammigen Möglichkeit verkommen! Also machen sich die meisten Leute daran, ihre Projekte vorerst einmal auf den nächsten Tag zu verschieben.

Wenn der Zeitpunkt tags darauf noch immer nicht günstig erscheint, verschiebt man alles noch einmal und noch einmal. Man schiebt den Start so lange vor sich her, bis man seine Vorsätze erfolgreich verdrängt hat. Dann vergeht ein Jahr und beim nächsten Jahreswechsel erinnert man sich wieder, was man schon seit Langem vorhatte. Und man fasst wieder einen neuen Vorsatz …

Der Zeitpunkt ist für den Erfolg nebensächlich!

Warum tun das eigentlich so viele Leute? Warum fassen sie Jahr für Jahr mehr oder weniger „neue“ Vorsätze? Die Antwort ist denkbar simpel. Für viele Leute ist der Jahreswechsel eine wichtige Zäsur, ein deutlicher Einschnitt in ihrem Leben. Etwas Altes geht zu Ende und etwas Neues beginnt.

So glauben viele Menschen, unangenehme Erfahrungen oder Eigenschaften im alten Jahr zurücklassen zu können. Sie sind der unbewussten Meinung, allein aufgrund des Datumswechsels einen Neubeginn machen zu können. Sie haben ein ähnliches Gefühl, wie wenn sie ein altes Kleidungsstück entsorgen und ein neues anziehen …

Das ist selbstverständlich Unsinn! Natürlich verändert sich am Neujahrstag die Jahreszahl, aber das war es dann auch schon! Die Zeit und damit unser ganzes Dasein verläuft ja nicht in Etappen, sondern als eine kontinuierliche Linie. Somit läuft am 1. Januar unser Leben ganz gewöhnlich weiter, weil nun einmal ein Tag auf den nächsten folgt …

Seien Sie sich der Folgen Ihres Vorhabens bewusst!

So gesehen hat es auch keinerlei praktischen Nutzen, wenn man mit seinen Vorhaben an einem außergewöhnlichen Stichtag beginnen will. Tatsache ist, dass jeder Tag des Jahres so gut oder schlecht dafür geeignet ist wie der Neujahrstag. Wer seine Gewohnheiten wirklich verändern möchte, braucht dazu keinen Wochen-, Monats- oder Jahresanfang! Im Gegenteil: Im Grunde genommen setzt uns das nur unnötig unter Druck!

Viel wichtiger als ein alberner Stichtag ist eine sorgfältige und minutiöse Vorbereitung! Vorsätze, die aus einer Feierlaune und in nicht ganz nüchternem Zustand gefasst werden, haben kaum Chancen auf Realisierung. Lange, bevor Sie den Vorsatz formulieren oder gar anderen davon erzählen, müssen Sie sich fragen, wie realistisch er ist! Überlegen Sie genau, ob sich Ihr Vorhaben denn auch wirklich in die Tat umsetzen lässt!

Bringen die geplanten Maßnahmen gravierende Veränderungen Ihres alltäglichen Lebens oder Ihres ganzen Lebensstils mit sich? Wenn ja, so ist ihre Verwirklichung nicht sonderlich realistisch! Schon die erste harmlose Hürde kann dann zu einem schier unüberwindlichen Hindernis werden! Nur, wenn ein Vorsatz realistisch und durchdacht ist, kann er Pannen und Rückschläge verkraften! Und nur dann hat er auch Aussicht auf Erfolg …

Fassen Sie keine Vorsätze, sondern setzen Sie sich Ziele!

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich eines Tricks bedienen, der äußerst hilfreich ist! Das Erfolgrezept ist denkbar einfach: Fassen Sie keine guten Vorsätze, sondern stecken Sie sich Ziele! Falls sich nun so mancher fragt, was der Unterschied ist, so lautet die Antwort folgendermaßen.

Ein Vorsatz ist eine Willenserklärung, die man einhalten kann, aber nicht muss. Ein Ziel ist dagegen eine Vereinbarung, die man mit sich selbst trifft. Es umfasst klar definierte Parameter und konkrete Verpflichtungen! Man könnte auch sagen, dass der Vorsatz die Strecke beschreibt, das Ziel hingegen die Endstation. Wenn Ihr Vorsatz lautet, dass Sie weniger essen möchten, dann heißt das Ziel, in einem Monat fünf Pfund abzunehmen. Somit ist ganz konkret formuliert, worauf das Ganze hinauslaufen soll!

Ersetzen Sie den Vorsatz, mehr Bewegung zu machen, durch das Ziel, in sechs Monaten vier statt zwei Kilometern laufen zu können! Das hat etwas Verbindliches – und der Mensch ist eher bereit, für ein Ziel zu kämpfen als für einen Vorsatz. Und nur, wenn unsere Vorhaben verbindlich sind, werden wird auch den dafür nötigen Einsatz an den Tag legen …

Christian

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